Der Lahn-Dill-Kreis informiert

Neue Hitzewelle angekündigt: Hitzeschutz bleibt auch im August wichtig

Die nächste Hitzewelle steht bevor: Auch im Lahn-Dill-Kreis steigen die Temperaturen in den kommenden Tagen wieder deutlich an. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes werden am kommenden Freitag örtlich Temperaturen von bis zu 38 Grad erwartet. Damit nimmt auch die gesundheitliche Belastung wieder zu.

Der Lahn-Dill-Kreis nimmt die bevorstehenden heißen Tage zum Anlass, erneut für einen konsequenten Hitzeschutz zu sensibilisieren. „Hitze ist keine reine Wetterfrage. Hohe Temperaturen können für den Körper zu einer erheblichen Belastung werden und im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein. Wir sollten die Warnzeichen ernst nehmen und uns rechtzeitig schützen. Deshalb machen wir erneut auf unser Hitzeportal aufmerksam“, sagt Christian Müller, Leiter des Kreis-Gesundheitsamtes.

Besonders gefährdet sind ältere Menschen, kleine Kinder, Schwangere, Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen sowie Personen, die im Freien arbeiten. Aber auch gesunde Menschen können bei extremer Hitze Kreislaufprobleme, Erschöpfung oder einen Hitzschlag entwickeln.

Mit wenigen Maßnahmen durch heiße Tage

Das Kreis-Gesundheitsamt empfiehlt, insbesondere an sehr heißen Tagen körperliche Anstrengungen möglichst auf die kühleren Morgen- und Abendstunden zu verlegen, ausreichend zu trinken und direkte Sonne zu vermeiden. Räume sollten möglichst kühl gehalten werden. Wichtig ist außerdem, auf Menschen im eigenen Umfeld zu achten: Ein kurzer Anruf oder Besuch kann insbesondere für alleinlebende ältere Menschen hilfreich sein.

Auch nachts ist die Wärmebelastung nicht zu unterschätzen. Wer tagsüber stark aufgeheizte Räume hat, sollte die kühleren Stunden nutzen, um zu lüften. Tagsüber können geschlossene Fenster, heruntergelassene Rollläden oder Jalousien dabei helfen, die Hitze draußen zu halten.

Hitzeportal des Kreises bündelt wichtige Informationen

Der Schutz vor den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze ist eine Aufgabe, die verschiedene Bereiche betrifft. Der Lahn-Dill-Kreis hat deshalb mit seinem Hitzeaktionsplan einen Rahmen geschaffen, der konkrete Handlungsempfehlungen und Maßnahmen für unterschiedliche Akteurinnen und Akteure bündelt – von Kommunen über Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen bis hin zu Schulen und Kitas. Besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen werden dabei ausdrücklich berücksichtigt.

„Wir wollen nicht erst reagieren, wenn eine Hitzewelle da ist. Entscheidend ist, dass Strukturen geschaffen und Informationen bereitgestellt werden, damit besonders gefährdete Menschen rechtzeitig erreicht und geschützt werden können“, sagt Kreis-Gesundheitsdezernent Frank Inderthal.

Der Hitzeaktionsplan bildet dabei die Grundlage für die Arbeit des Kreises. Ergänzt wird er durch das digitale Hitzeportal, das konkrete Informationen für die Bevölkerung und unterschiedliche Zielgruppen bereitstellt. Dazu gehören unter anderem Verhaltensempfehlungen für heiße Tage, Hinweise zum gesundheitlichen Schutz und eine Übersicht über kühle Orte im Lahn-Dill-Kreis.

Hintergrund

Hitzeperioden können insbesondere das Herz-Kreislauf-System belasten und zu einer erhöhten Sterblichkeit beitragen. Das Robert Koch-Institut weist darauf hin, dass vor allem ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen, Schwangere und Kinder von den gesundheitlichen Auswirkungen extremer Hitze betroffen sind.

Der Lahn-Dill-Kreis hat deshalb einen eigenen Hitzeaktionsplan entwickelt und mit dem digitalen Hitzeportal ein Informationsangebot geschaffen, das Bürgerinnen und Bürger auch während einer laufenden Hitzephase schnell mit wichtigen Informationen versorgt.

Das Hitzeportal ist unter www.lahn-dill-kreis.de/gesundheit/hitzeportal erreichbar.