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Liebe Mudersbacher Mitbürgerinnen und Mitbürger,

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viele von Ihnen hatten am Tage des Einsammelns der ausgedienten Weihnachtsbäume einen Brief der Feuerwehr Mudersbach im Briefkasten und Sie werden sich bestimmt über den Inhalt gewundert haben.

Wir, die nachfolgenden Unterzeichner, können Ihnen heute versichern, dass der Inhalt dieses Briefes unwahr ist und jeglicher Grundlage entbehrt.

Das Wichtigste vorweg:  Der Brandschutz ist im Ortsteil Mudersbach jederzeit gesichert!

Es ist nicht ursächliche Aufgabe der Feuerwehr oder ihrer Einrichtungen, die Weihnachtsbäume zu entsorgen.

Vielmehr ist die Aufgabe der Feuerwehr gesetzlich festgelegt, bei Bränden, Unfällen, Überschwemmungen und ähnlichen Ereignissen Hilfe zu leisten, d.h. Schadenfeuer zu löschen, Menschen, Tiere und Sachwerte zu retten, zu schützen und zu bergen. Hauptaufgabe ist jedoch das Retten, das Priorität vor allen anderen Aufgaben hat.

Diese Aufgabenstellung kann in der im Hessischen Brandschutzhilfeleistungsgesetz definierten zehnminütigen Hilfsfrist in Mudersbach durch die Ortsteilfeuerwehren Hohenahr-Altenkirchen-Bellersdorf und Hohenahr-Erda (teilweise) sowie durch die Feuerwehr Niederweidbach der Gemeinde Bischoffen sicher gestellt werden.

Da die gesetzlich normierte Hilfsfrist „abgedeckt“ wird, könnte der Feuerwehrstandort Mudersbach geschlossen werden. Daran ist den verantwortlichen Personen jedoch nicht gelegen. Vielmehr unterstützt die Gemeinde Hohenahr mit Gemeindevorstand und Gemeindevertretung eine sachgerechte Ausstattung der Ortsteilfeuerwehr Mudersbach mit einem Fahrzeug und feuerwehrtechnischen Geräten. Dies jedoch nicht in der von der Einsatzabteilung Mudersbach gewünschten „großen Lösung“ mit einem Tragkraftspitzenfahrzeug (TSF-W) (Staffelfahrzeug mit Wasser) und einem zusätzlichen Mannschaftstransportfahrzeug. Diese Bereitstellung würde u.a. einen Neubau, der nach Aussage der Fach- und Aufsichtsbehörden und der Unfallkasse aus verschiedenen Gründen heraus nicht am jetzigen Standort in der Aartalstraße möglich wäre, begründen. Es wäre ein  weiterer Grunderwerb am derzeitigen Standort erforderlich und es gibt auch ausgearbeitete Pläne seitens der Wehrführung, wie dies dann umgesetzt werden könnte. Diese sind jedoch auch dann „gerade so“ auf das gewünschte Tragkraftspritzenfahrzeug zugeschnitten und es bliebe kein Spielraum für mögliche Entwicklungen.

Die Gesamtkosten für ein neues Feuerwehrhaus mit den beantragten Feuerwehrfahrzeugen würde mit einem Betrag von über 500.000,00 € zu Buche schlagen.

Die Aufgabenstellung für die FF Mudersbach war mit Beschluss der Gemeindevertretung vom 08. Dezember 2017 ein zukunftsfähiges Konzept – auch unter Einbeziehung des Gedankens einer Fusion mit einer Nachbarfeuerwehr – zu erstellen. Dies ist bis jetzt nicht erfolgt, die Einsatzabteilung verfolgt weiterhin die Selbständigkeit.

Die bisherigen Angebote hat die Wehrführung/ Einsatzabteilung ausgeschlagen.

Persönliche Befindlichkeiten einzelner Feuerwehrangehörigen sollten in dieser grundsätzlichen Erörterung nicht in den Vordergrund gestellt werden, vielmehr sollte es um eine sachliche Abwägung aller Vor- und Nachteile für die FF Mudersbach gehen.

Die kommunalen Politiker haben eine Vielzahl öffentlicher Aufgaben, die gemeindlichen Einrichtungen und Infrastruktur (z.B. Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Kindertagesstätten, Friedhöfe, Dorfgemeinschaftshäuser, und vieles mehr) zu würdigen und im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit in der Gemeinde sicher zu stellen.

Das Engagement der Einsatzabteilung und der hohe Ausbildungsstand der Einsatzabteilung wird mit Anerkennung und Wertschätzung wahrgenommen. In der Abwägung der mannigfaltigen Aufgaben der Gemeinde ist aber entschieden worden, keine (relativ kostspielige) “Doppelstrukturen“ aufzubauen oder weiter zu unterhalten. Die Unterzeichner würden es bedauern, wenn einzelne Aktive der Feuerwehr aus diesem Grund ihren Dienst quittieren und appellieren an diese, einer zukunftsorientierten Lösung aufgeschlossen gegenüber zu stehen.

Trotz der knappen gemeindlichen Finanzmittel sind alle Fraktionen in der Gemeindevertretung einhellig der positiven Auffassung, dass die vorhandenen Ressourcen zur Aufgabenerfüllung in der Gemeinde Hohenahr sachgerecht eingesetzt werden.

Um dies zu erreichen, sind (leider) gelegentlich unerfreuliche Entscheidungen erforderlich.

Die Gemeinde Hohenahr, insbesondere die Mitglieder des Gemeindevorstandes, behalten sich ausdrücklich weitere rechtliche Schritte gegen die Verbreitung von Unwahrheiten vor.

Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich gerne an die nachstehenden Unterzeichner:

 

gez. Armin Frink, Bürgermeister

gez. Edgar Rücker, Erster Beigeordneter

gez. Stefan Schaub, Vorsitzender der Gemeindevertretung

gez. Wolfgang Panz, Vorsitzender der SPD-Fraktion

gez. Jochen Schlierbach, Vorsitzender der CDU-Fraktion

gez. Norbert Koch, Vorsitzender der Fraktion ‚Die Grünen‘