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Kreis warnt erneut: Angebliche Pelzankäufer sind auf Gold aus

Der Lahn-Dill-Kreis informiert:

Landrat Wolfgang Schuster mahnt die Bevölkerung zur Vorsicht

Wetzlar/Dillenburg/Herborn (ldk): Bereits im August 2020 hatte die Kreisverwaltung vor angeblichen Pelzankäufern gewarnt. Damals wurden fast zeitgleich derartige Gewerbebetriebe in Grünberg im Landkreis Gießen, in Wetzlar, Solms, Herborn, Dillenburg, Eschenburg und Aßlar angemeldet. Für diese tatsächlich nur kurzfristig ausgeübten Tätigkeiten wurden leerstehende Gewerbeimmobilien angemietet. Wie vom Kreis vermutet, waren die Betriebe nach einigen Wochen alle wieder geschlossen.

Jetzt ist ein neuer Betrieb dieser Art in Wetzlar-Nauborn eröffnet worden. Wie schon bei den Vorgängern, wurde mittels auffälliger Flyer oder Annoncen in der Presse geworben. Diesmal fällt zudem auf, dass in der Werbung ein Name genannt wird, der nicht mit dem in der Gewerbeanmeldung übereinstimmt. Der Verbraucher kann so schon einmal nicht zweifelsfrei erkennen, mit wem er es überhaupt zu tun hat, so das Landratsamt.

Auch die Täuschungshandlungen aus dem Vorjahr werden fortgesetzt, wie man im Kreishaus nach inzwischen eingegangen Hinweisen aus der Bevölkerung weiß: Die Verantwortlichen kaufen Pelze nur an, wenn auch Gold angeboten wird. Verbraucher, die nur einen Pelz zu verkaufen haben, kommen nicht zum Zuge. Dass immer auch Gold mit verkauft werden muss, fällt nur beim genauen Lesen der Werbung auf, denn hier wird mit Sternchen und Fußnoten gearbeitet. Grotesk ist auch die Werbeaussage, man zahle für Gold bis zu 56 Euro pro Gramm, denn der Weltmarktpreis liegt derzeit bei rd. 48 Euro pro Gramm Feingold (999,9). Niemand solle deswegen mit dem hohen Preis rechnen. Im Gegenteil: Wer Gold zu verkaufen hat sollte unbedingt mehrere Angebote einholen, rät das Landratsamt.

Landrat Wolfgang Schuster empfiehlt den Leserinnen und Lesern vorsichtig zu sein und erst gar nicht auf die Verlockung einzugehen. Erst recht sollten mit den Leuten keine Termine im eigenen Haus gemacht werden. „An Pelzen sind die Akteure ohnehin nicht wirklich interessiert, diese dienen lediglich als Lockmittel“, erklärt Landrat Wolfgang Schuster. „In vielen Haushalten gäbe es derartige Kleidungsstücke, die niemand mehr tragen möchte und die deswegen abgebeben werden sollen. Diesen weit verbreiteten Verkaufswunsch nutzen die windigen Unternehmen aus“, warnt der Landrat. Bisher sei es bei den aktuellen Fällen glimpflich ausgegangen, so der Landrat weiter. Er empfiehlt, etwaigen Schmuck oder andere Edelmetalle nicht aus der Hand zu geben.

Wer sich dennoch auf einen Deal mit den Männern vor Ort einlassen will, sollte auf Bargeld bestehen und sich auch deren Ausweis zeigen lassen, damit sich das Geschäft auch hinterher noch nachvollziehen lässt.

Ansprechpartnerin bei der Kreisverwaltung bei Fragen zum Thema ist Melisa Acar, Tel. 06441 407-2435, E-Mail: melisa.acar@lahn-dill-kreis.de.

 

 

Kontakt für Presse und Medien:

Susanne Müller-Etzold

Kreisausschuss des Lahn-Dill-Kreises

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