Hunde sind sehr hitzeempfindlich
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Hunde sind sehr hitzeempfindlich

Der Lahn-Dill-Kreis informiert:

Morgen heißester Tag der Woche mit bis zu 38 Grad Celsius

Wetzlar/Dillenburg/Herborn (ldk): Endlich ist er da, der Sommer. Temperaturen von über 30 Grad Celsius sind in dieser Woche nichts Ungewöhnliches. Morgen erreichen wir mit bis zu 38 Grad den Höhepunkt. Bei solchen Temperaturen hat nicht nur der Mensch, sondern auch der Vierbeiner einiges auszuhalten. Das Veterinäramt des Lahn-Dill-Kreises weißt deshalb darauf hin, dass Hundehalterinnen und -halter dringend darauf achten sollten, ihre Tiere während der Einkäufe oder ähnlichem nicht unbedacht in den Fahrzeugen zu belassen. Auch enge, wenig belüftete Behausungen sind problematisch. Hohe Temperaturen bedeuten erheblichen Stress für Hunde, da sie extrem hitzeempfindlich sind.

Besonders kritisch: Hunde im geschlossenen PKW

Geöffnete Schiebedächer oder ein Fensterspalt reichen nicht aus, die Wärmeentwicklung zu bremsen. Nicht selten werden bei Sonneneinstrahlung im Fahrzeuginneren +50º Celsius und mehr gemessen. Wenn die Luft im Fahrzeug keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen kann, ist dem Hund jede Möglichkeit des Temperaturausgleichs genommen. Steigt die Körpertemperatur über +39,2º Celsius, wird das Tier unruhig, lässt die Zunge bei gestrecktem Hals weit heraus hängen, das Hecheln fällt schwerer und unterbleibt ganz. Hinzu kommt ein Flüssigkeitsmangel, der zur Bluteindickung führt. Über +40º Celsius pumpt der Organismus Blut vom Körperinneren in die äußeren Körperteile, um das Blut abzukühlen. Im weiteren Verlauf treten Schock, Kreislaufkollaps und der Tod ein. Das alles kann unter Umständen ganz schnell gehen – schon eine Viertelstunde kann über Leben und Tod entscheiden! Besonders gefährdet sind ältere, trächtige oder übergewichtige Tiere.

Verstoß gegen den Tierschutz

Die Reaktion des Hundes besteht normalerweise darin, dass er versucht, der Situation zu entkommen. Da er nicht aus dem Auto entweichen kann, entwickelt sich bei ihm eine schwere psychische Leidenssituation. Sie ist zu vergleichen mit der Panik des Menschen in lebensbedrohlichen Situationen. „Wer diese Situation bei einem Hund – oder bei einem anderen Tier – herbeiführt, verstößt gegen das Tierschutzgesetz“, sagt Veterinäramtsleiter Dr. Hans-Joachim Stumpf. Hundebesitzer sollten bei diesen hohen Temperaturen sicherstellen, dass ihr Tier jederzeit Zugang zu einem schattigen Rückzugsort hat, und dass genügend Trinkwasser zur Verfügung steht. Wenn der Hund besonders stark hechelt, kann man ihn mit kalten Wickeln oder einer Dusche abkühlen.

Noch Fragen?

Bürgerinnen und Bürger, die Fragen zum Thema haben, können sich gerne an das Veterinäramt des Lahn-Dill-Kreises wenden: veterinaeramt@lahn-dill-kreis.de, Tel.: 06441 407-7711.

 

Pressekontakt:

Nicole Zey, LDK-Pressestelle, Tel. 06441 407-1102
E-Mail: presse@lahn-dill-kreis.de

Anlage: Foto (LDK): Hunde schwitzen nicht. Sie kühlen sich bei Anstrengung oder Hitze durch Hecheln ab.