Startseite » AppGits » Erste Impfstofflieferung eingetroffen: Impfungen gegen das Corona-Virus beginnen im Lahn-Dill-Kreis am 28. Dezember

Erste Impfstofflieferung eingetroffen: Impfungen gegen das Corona-Virus beginnen im Lahn-Dill-Kreis am 28. Dezember

Der Lahn-Dill-Kreis informiert:

Start in Pflegeeinrichtungen und Kliniken / Zunächst mobiles Impfen mit drei DRK-Impfteams / Impfzentrum in Lahnau noch nicht in Betrieb

Wetzlar/Herborn/Dillenburg (ldk). Im Lahn-Dill-Kreis wird am Montag, 28. Dezember 2020, mit dem Impfen gegen SARS-CoV-2 begonnen. Die ersten 195 Impfdosen wurden am 2. Weihnachtsfeiertag an den Landkreis geliefert.

„Morgen werden weitere rund 1.000 Dosen hinzukommen. Ein mobiles Impfteam wird dann mit dem Impfen im ersten Altenpflegeheim im Lahn-Dill-Kreis beginnen“, sagt Landrat Wolfgang Schuster am Sonntagmorgen. Die letzte Charge an Impfstoff für 2020 soll laut Land am 30. Dezember geliefert werden. Insgesamt solle der Lahn-Dill-Kreis dann auf rund 2000 Impfdosen kommen. „Am 27. Februar haben wir den ersten Covid-19-Patienten registriert. Seitdem haben sich insgesamt 4.490 Menschen im Lahn-Dill-Kreis mit dem Virus infiziert – davon allein rund 90 Prozent in den Monaten Oktober bis einschließlich Dezember. Wir befinden uns mitten in der zweiten Welle. Deshalb sind wir froh, nun mit den Impfungen beginnen zu können. Wir sehen Licht am Ende des Tunnels“, so Schuster weiter.

Start in den Altenpflegeeinrichtungen

Die Besuche der Altenpflegeeinrichtungen stimmt der Katastrophenschutz des Landkreises in Absprache mit dem Kreis-Gesundheitsamt im Vorfeld mit den Einrichtungen ab. Meldebogen der Menschen, die sich impfen lassen möchten, gehen dafür zurück an den Kreis. Das macht eine verlässliche Koordinierung der Abläufe möglich.

Am morgigen Montag werden in der ersten Einrichtung knapp 30 Bewohnerinnen und Bewohner geimpft. „Wir beginnen mit den Impfungen am Montag, weil wir sicherstellen möchten, dass möglichst viele Hausärztinnen und Hausärzte im Dienst sind, für den Fall, dass es einer medizinischen Betreuung nach der Impfung bedarf“, ergänzt Schuster. Die Impfteams selbst bestehen aus vier Personen: einem Impfarzt und zwei medizinischen Fachkräften und einer Verwaltungsfachkraft. Vor der Impfung kontrolliert der Arzt den gesundheitlichen Zustand eines jeden Impflings und führt die Impfung bei Eignung im Anschluss durch.
Das Impfzentrum des Lahn-Dill-Kreises versorgt zudem auch das Klinikum in Wetzlar mit Impfstoff. Ein Teil der 2000 Impfdosen, die bis zum Ende der letzten Jahreswoche im Lahn-Dill-Kreis eintreffen sollen, wird dem Klinikum zur Verfügung gestellt, damit man dort mit den Impfungen des Klinikpersonals und von besonders gefährdeten Patienten beginnen kann.


Impfen in Lahnau derzeit noch nicht möglich

Derzeit ist es noch nicht möglich, sich einen Impftermin im Impfzentrum in Lahnau zu vereinbaren. „Unser Impfzentrum ist bereit. Wir warten nun auf den Startschuss durch das Land Hessen, dass sich um die Impfeinladungen für die Bevölkerung kümmert. Der genaue Zeitpunkt ist uns nicht bekannt. Außerdem müssen wir sicherstellen, dass uns genügend Impfstoff zur Verfügung steht, um möglichst viele Menschen pro Tag impfen zu können“, führt der Landrat fort. Aus diesem Grund sei es weiterhin zwingend notwendig, soziale Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren und die AHAL-Regeln zu beachten.
Nach dem Einsatzbefehl des Landes Hessen Ende November hat der Katastrophenschutz des Lahn-Dill-Kreises mit Unterstützung durch einen Messebauer und Handwerker sowie IT-Spezialisten innerhalb von drei Wochen das Impfzentrum in der Lahnauhalle in Lahnau-Waldgirmes errichtet. „Es war ein unglaublicher Kraftakt, es musste viel koordiniert werden. Ich bin dankbar, dass unsere Kolleginnen und Kollegen das so souverän gemeistert haben,“ fasst Schuster zusammen. Mit dem DRK Dillkreis als Vertragspartner sowie dem DRK Kreisverband Wetzlar und den Maltesern Lahn-Dill/Wetzlar als weitere Kooperationspartner habe der Landkreis verlässliche Institutionen für die medizinische Abwicklung der Impfungen – sowohl mobil, als auch im Impfzentrum – gewinnen können. “Wir arbeiten eng und vertraulich zusammen”, so der Landrat abschließend.