Startseite » Baugebiete » Bauleitplanverfahren » Bauleitplanung der Gemeinde Hohenahr, Ortsteil Erda Änderung des Flächennutzungsplanes im Bereich des Bebauungsplanes „Gewerbegebiet West“ 7. Änderung

Bauleitplanung der Gemeinde Hohenahr, Ortsteil Erda Änderung des Flächennutzungsplanes im Bereich des Bebauungsplanes „Gewerbegebiet West“ 7. Änderung

Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB)

Die Gemeinde Hohenahr betreibt die Änderung des Flächennutzungsplanes im Bereich des Bebauungsplanes „Gewerbegebiet West“ 7. Änderung. Die Abgrenzung des räumlichen Geltungsbereichs ist der nachfolgenden Übersichtskarte zu entnehmen.

Gegenstand der Änderung des Flächennutzungsplanes ist die teilräumige Umwidmung einer gemischten Baufläche in eine Sonderbaufläche großflächiger Einzelhandel analog den Festsetzungen des Bebauungsplanes „Gewerbegebiet West“ 7. Änderung.

Die Aufstellung des Bauleitplans erfolgt im zweistufigen Regelverfahren. Eine Umweltprüfung gem. § 2 Abs. 4 BauGB wird durchgeführt. Im Zuge der Aufstellung des Bauleitplans sowie der Erstellung des Umweltberichtes wurden die in der Praxis bewährten Prüfverfahren eingesetzt. Diese ermöglichen eine weitgehend abschließende Bewertung.

Der Entwurf des Bebauungsplanes einschließlich zugehöriger Begründung und des nach Maßgabe der Anlage 1 zum Baugesetzbuch und den Umweltschutzgütern im Sinne des § 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB gegliederten Umweltberichtes sowie die vorliegenden umweltrelevanten Stellungnahmen und Informationen liegen in der Zeit von

Montag, dem 14.11.2022 – einschließlich Freitag, dem 16.12.2022

im Rathaus der Gemeinde Hohenahr, Rathausplatz 6, 35644 Hohenahr während der üblichen Dienststunden mit vorheriger Terminabsprache unter Tel: 06446 9230-27 und 9230-28 sowie nach Vereinbarung zur Einsichtnahme öffentlich aus. Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen zu der Planung abgegeben werden.

Dienststunden:

montags von 8.00h bis 12.00h

dienstags von 8.00h bis 12.00h und 13.30h bis 15.30h

mittwochs von 8.00h bis 12.00h

donnerstags von 8.00h bis 12.00h und 14.00h bis 18.00h

freitags von 8.00h bis 12.00h

 

Die Unterlagen können zudem auf der Homepage der Gemeinde Hohenahr https://www.hohenahr.de unter der Rubrik Baugebiete/Bauleitplanverfahren sowie dem zentralen Internetportal des Landes unter https://bauleitplanung.hessen.de eingesehen und heruntergeladen werden.

Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bauleitplan unberücksichtigt bleiben können. Ferner wird darauf hingewiesen, dass eine Vereinigung i.S.d. § 4 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz (UmwRG) in einem Rechtsbehelfsverfahren nach § 7 Abs. 2 UmwRG gemäß § 7 Abs. 3 Satz 1 UmwRG mit allen Einwendungen ausgeschlossen ist, die sie im Rahmen der Auslegungsfrist nicht oder nicht rechtzeitig geltend gemacht hat, aber hätte geltend machen können.

Folgende Arten umweltbezogener Informationen sind verfügbar:

  1. a) Umweltbericht gemäß § 2a BauGB. Die Betrachtung der umweltrelevanten Schutzgüter umfasst dabei:
  • Boden und Fläche: Charakterisierung von Bodentypen und Bodeneigenschaften, Bodenfunktionsbewertung, Beschreibung Erosionsgefährdung, Formulierung eingriffsminimierender Maßnahmen, Eingriffsbewertung
  • Wasser: Feststellung, dass amtlich festgestellte Überschwemmungsgebiete, Trinkwasserschutzgebiete, oberirdische Gewässer und Quellbereiche nicht negativ berührt werden, Bewertung der Planung im Hinblick auf den Eingriff in den Wasserhaushalt
  • Luft und Klima: Beschreibung und Bewertung des Plangebietes für die Kalt- und Frischluftbildung und Lokal- bzw. Kleinklima, Beschreibung von Minimierungsmaßnahmen
  • Pflanzen, Biotop- und Nutzungstypen: Bestandsbeschreibung der Biotop- und Nutzungstypen, naturschutzrechtliche Bestands- und Eingriffsbewertung
  • Tiere und artenschutzrechtliche Belange: Beschreibung der gesetzlichen Bestimmungen zum Artenschutz und Beurteilung der potenziellen Betroffenheit artenschutzrechtlicher Belange, Formulierung und Beschreibung von Vermeidungsmaßnahmen zur Verhinderung des Eintretens von Tatbeständen nach § 44 BNatSchG
  • Gebiete gemeinschaftlicher Bedeutung, Europäische Vogelschutzgebiete: Benennung und Bewertung der Auswirkungen auf die nächstgelegenen Gebiete gemeinschaftlicher Bedeutung (FFH- und Vogelschutzgebiete)
  • Gesetzlich geschützte Biotope: Feststellung, dass keine geschützten Biotope nach § 30 BNatSchG im Plangebiet vorhanden sind
  • Biologische Vielfalt: Bestimmung der Begrifflichkeit und Bewertung der Bedeutung des Plangebietes für die biologische Vielfalt
  • Landschaft: Beschreibung des Untersuchungsgebietes und Bewertung der Auswirkungen der Planung auf das Landschaftsbild
  • Mensch, Wohn- und Erholungsqualität: Beschreibung und Bewertung der Auswirkungen der Planung auf Siedlungsbereiche und auf die Naherholungsfunktion
  • Kultur- und sonstige Sachgüter, kulturelles Erbe: Feststellung einer fehlenden Betroffenheit von Kultur und sonstigen Sachgütern, Hinweis darauf, dass während der Erdarbeiten auf mögliche Bodendenkmäler zu achten ist

Hinzu kommen im Umweltbericht Angaben zu Maßnahmen zur Vermeidung, Verringerung und zum Ausgleich der nachteiligen Auswirkungen der Planung, zur Entwicklung des Umweltzustandes bei Durchführung bzw. Nichtdurchführung der Planung, zu den in Betracht kommenden anderweitigen Planungsmöglichkeiten sowie zur Überwachung der Umweltauswirkungen, die aufgrund des Bauleitplans auftreten können (Monitoring).

  1. b) Umweltrelevante Stellungnahmen
  • Hessen Mobil Dillenburg (26.08.2022): Allgemeine Hinweise zur verkehrlichen Erschließung und den geltenden straßenrechtlichen Bestimmungen (Bauverbotszone, Baubeschränkungszone), Allgemeine Hinweise zur Verkehrssicherheit (Entwässerung, Gestaltung Solar- und Photovoltaikanlagen) sowie Ausführungen zu Emissionen der L 3376
  • Kreisausschuss des Lahn-Dill-Kreises, Abt. Bauen und Wohnen (05.09.2022): keine Bedenken seitens der unteren Bauaufsichtsbehörde, der unteren Immissionsschutzbehörde sowie der unteren Denkmalschutzbehörde
  • Kreisausschuss des Lahn-Dill-Kreises, Abt. Umwelt, Natur und Wasser (07.09.2022): Anregung zur Aufnahme der Hinweise aus dem Umweltbericht in Bezug auf Beleuchtungseinrichtungen in die textlichen Festsetzungen, Anregung zur Aufnahme von Vermeidungsmaßnahmen zum festgestellten Nest der Rauchschwalbe in die textlichen Festsetzungen, Hinweis, dass weder Überschwemmungsgebiete, Gewässer und deren Randstreifen sowie Wasserschutzgebiete berührt werden, Hinweise und Ausführungen zu den Themen Abwasser, Niederschlagswasser, vorsorgenden Bodenschutz, Altlasten und Bodenverunreinigungen.
  • Regierungspräsidium Gießen (09.09.2022): Raumordnerische Bewertung, insbesondere zur Thematik Einzelhandel sowie Hinweis auf den gestellten Antrag auf Zielabweichung, Ausführungen zu den Themen: Grundwasser, Wasserversorgung, oberirdische Gewässer und Hochwasserschutz, kommunale Abwasser, nachsorgender Bodenschutz (keine Altlasten bekannt) sowie vorsorgender Bodenschutz, allgemeine Hinweise zur Entsorgung von Bauabfällen, keine Bedenken in Bezug auf immissionsschutzrechtliche Belange, Hinweis auf die Lage des Plangebietes innerhalb einem erloschenen Bergwerksfeld, keine Bedenken seitens der Landwirtschaft, Hinweis, dass Landschaftsschutzgebiete oder Naturschutzgebiete nicht betroffen sind.

 

  1. c) Weitere umweltrelevante Informationen liegen nicht vor.

Gemäß § 4b BauGB wurde ein Planungsbüro mit der Durchführung des Verfahrens beauftragt.

 

Der Gemeindevorstand

gez. Markus Ebertz

-Bürgermeister-

 

Bauleitplanung der Gemeinde Hohenahr, Ortsteil Erda

Änderung des Flächennutzungsplanes im Bereich des Bebauungsplanes „Gewerbegebiet West“ 7. Änderung

 

Hier: Räumlicher Geltungsbereich