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Ab Mai zählen auch „passive Geräte“ zum E-Schrott

Für die Entsorgung von Elektroschrott stehen im Lahn-Dill-Kreis drei zentrale Sammelstellen zur Verfügung: Das Abfallwirtschaftszentrum Aßlar, das GWAB-Recyclingzentrum in Wetzlar und die mobile E-Schrott-Annahme, die regelmäßig an der Altdeponie in Dillenburg-Oberscheld steht. Dort können kleine und große Elektrogeräte kostenlos abgegeben werden. Die Abgabe kleiner Elektrogeräte an kommunalen Wertstoffhöfen ist seit Jahresbeginn nicht mehr möglich.
Eine weitere Neuerung tritt zum 1. Mai in Kraft. Dann fallen auch die sogenannten „passiven Geräte“ unter das Elektronikgesetz (ElektroG). Unter passiven Geräten versteht man diejenigen Elektrogeräte, die Ströme lediglich durchleiten. Dazu zählen Verlängerungskabel, Antennen, Adapter, Verteiler, Steckerleisten sowie Lichtschalter und Steckdosen. Somit gehören diese Teile künftig nicht mehr in die Restabfalltonne, sondern in den Elektroschrott. Ausgenommen bleiben Bauteile wie beispielsweise Kabel als Meterware oder Aderendhülsen. Mit der Ausweitung passt die zuständige Stiftung Elektro-Altgeräte Register (Ear) die Handhabung der Praxis im europäischen Ausland an, wo passive Geräte meist schon länger zu den Elektrogeräten zählen.
Die Abfallwirtschaft Lahn-Dill weist in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass der Elektrohandel in vielen Fällen zur Rücknahme alter Elektrogeräte – also auch passiver Geräte – verpflichtet ist. Die gilt für alle Vertreiber von Elektrogeräten mit einer Verkaufsfläche ab 400 Quadratmetern sowie Online-Händler mit mehr als 400 Quadratmeter Lagerfläche.