Aartalsee
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Aartalsee

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Die Aartalsperre liegt oberhalb der Ortschaft Bischoffen und riegelt das Tal der Aar, einem linken Nebenfluss der Dill, ab – mit einem Einzugs- gebiet von 60,5 km2. Neben der Aar entwässern der Stadterbach und der Wilsbach ins Vorbecken, der Weidbach und der Meerbach direkt ins Hauptbecken. Die Talsperre dient in erster Linie, wie im Vorgenannten bereits angedeutet, dem Hochwasserschutz. Im Winter, der Zeit der größten Hochwassergefahr, ist die Talsperre in der Lage, 1,85 Millionen m3 Hochwasser zu speichern, im Sommer 1,4 Millionen m3.

Neben dem Hochwasserschutz dient die im Sommer 57,4 ha große Hauptsperre der Niedrigwasseranreicherung und leistet damit einen Beitrag zur Erhaltung ökologischer Vielfalt der Aar unterhalb der Talsperre in den kritischen trockenen Sommermonaten. Die EAM hat sich entschlossen, auf Betreiben des Wasserverbandes „Dillgebiet“, in die Talsperre eine Turbine zur Stromerzeugung einzubauen. Es handelt sich hierbei um eine Durchströmturbine, welche besonders gut geeignet ist, sowohl kleinere Wassermengen als auch Wassermengen von bis zu 4,0 m3/s energetisch zu nutzen, bei einer maximalen Leistung von 250 kW. Daneben wurde der EAM in beschränktem Umfang ein Schwallbetrieb genehmigt. Dadurch hat die EAM die Möglichkeit, im Laufe des Tages sich aufstauendes Wasser in einem kürzeren Zeitintervall zur Erzeugung von „Spitzenstrom“ zu nutzen.

Webcam am Aartalsee

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Mit freundlicher Genehmigung/Unterstützung durch den Windsurfclub Aartalsee.
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Entgegen der Regelung im Hauptbecken hat das Vorbecken ganzjährig einen durch eine Wehranlage gehaltenen Dauerstau, der 2 – 3 m über dem Stau der Hauptsperre liegt. Da die Hauptsperre u. a. auch fischereilich genutzt werden soll, ein Abwandern der Fische in das Naturschutzgebiet Vorsperre aber unterbunden werden sollte, wurde auf einen Fischaufstieg von der Haupt- in die Vorsperre bewusst verzichtet.

Hauptdamm

Der ca. 235 m lange, maximal 70 m breite Hauptdamm der Aartalsperre ist als Steinschüttdamm aus Grauwacke und Plattenschiefer geschüttet worden. Im Taltiefsten hat der Damm eine Höhe von ca. 14 m.

In den Hauptdamm integriert wurde das Grundablassbauwerk mit Hochwasserentlastung gebaut. Hier kann durch 4 Rohre mit unterschiedlichem Durchmesser die Steuerung der Talsperre erfolgen. Gleichzeitig ist hier auch die Turbinenanlage zur Stromerzeugung untergebracht, über die die Wasserabgabe der Talsperre primär gesteuert wird.

Vordamm

Zum Schutz der Ortschaft Ahrdt vor Überflutungen aus der Talsperre war der Bau einer ca. 730 m langen und etwa 6,50 m hohen Eindeichung erforderlich. Dies gilt ebenfalls für die Ortslage Mudersbach, allerdings ist hier der Damm nur etwa 490 m lang und 2,5 m hoch. Der Aufbau dieser beiden Dämme entspricht dem des Vordammes.

Vorsperre

Die Aartalsperre ist ein relativ flaches Becken mit geringer Wassertiefe bei großer Oberfläche. Um einer Eutrophierung des Beckens, d. h. einem biologischen „Umkippen“ des Wassers vorzubeugen, war es daher erforderlich, sowohl im Hauptbecken als auch im Vorbecken in einigen Bereichen Vertiefungen vorzunehmen, um überall eine Mindestwassertiefe von 1,20 bis 1,50 m zu haben. Daneben wurden alle oberhalb der Talsperre liegenden Ortschaften an ein Kanalnetz angeschlossen, welches die Abwässer an der Talsperre vorbei der zeitlich parallel errichteten Kläranlage unterhalb Bischoffen zuführt.

Es wurde ein differenziertes Mess- und Kontrollsystem in und unterhalb der Dämme installiert, welches eine ständige Überwachung der Talsperre garantiert, so dass die Sicherheit der Anlage für die Zukunft jederzeit gewährleistet ist.

Weitere Informationen zu Veranstaltungen rund um den Aartalsee finden Sie hier